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Geschichte

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Die Stadt Landskron (Lanškroun) (historisch Landeskrone, Kronland = Krone des Landes) wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der königlichen kolonialisierenden Tätigkeit als wirtschaftliches Hauptzentrum des ausgedehnten Landskroner-Landsberger Herrschaftsgutes gegründet. Die Stadt hat eine regelmäßige mittelalterliche Gestaltung mit einem quadratförmigen Platz, in dessen Mitte das Renaissance-Rathaus steht.

Historisches Foto.Die erste erhaltene schriftliche Erwähnung von Landskron (Lanškroun) stammt aus dem Jahre 1285, als es Zawisch von Falkenstein (Záviš z Falkenštejna) von dem böhmischen König Wenzel II. übernahm. Ab 1304 war Landskron (Lanškroun) ein Bestandteil des Eigentums von dem Schloss Königsaal (Zbraslavský klášter), später des Leitomischler Bistums (1358). 1371 gründete Petr Jelito, ein hiesiges Landeskind und Leitomischler Bischof, das Augustinerkloster in der Stadt, das ursprünglich an der Stelle der heutigen Kirche St. Maria Magdalena stand. Aber wegen des nassen Bodens wurde es dann auf die Stelle des heutigen Schlosses und der Kirche St. Wenzel übertragen. Das Kloster wurde im 15. Jahrhundert von den Hussiten niedergebrannt und im frühen 16. Jahrhundert von den Gutsbesitzern zum Schloss umgebaut.

Nach den Hussitenkriegen im 15. Jahrhundert erwarb das Adelsgeschlecht Kostka von Postupitz Landskron (Lanškroun). Seit 1507 regierten die Herren von Pernstein über die Stadt, außer 13 Jahren, als die Stadt von den Herren von Boskowitz verwaltet wurde. Während der Herrschaft der Herren von Postupitz und dann der Herren von Pernstein gewann Landskron viele wichtige Privilegien. Andere Eigentümer der Stadt und des Herrschaftsgutes waren Hrzan von Harasov (auch Herzan von Harras) und nach der Schlacht am Weißen Berg (1620) kam Landskron (Lanškroun) in die Hände von den Lichtensteins (seit 1622). Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Stadt von schwedischen und kaiserlichen Truppen beschädigt.

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Nach dem Dreißigjährigen Krieg kamen deutsche Siedler nach Landskron (Lanškroun), die die deutsche Verwaltung durchgesetzt haben. Seit 1683 wurde das Buch der Stadt in deutscher Sprache geschrieben. Jahrhundertelang haben die Bürger- und die Fürstenbrauerei nebeneinander Bier gebraut. In der Mitte des 17. Jahrhunderts steht die wissenschaftliche Tätigkeit des bedeutendsten Landskroner Landeskindes, Physikers, Mathematikers, Astronomen, Arztes und Philosophen, Rektors der Karls-Universität und Spektroskopie-Gründers Johannes Marcus Marci de Cronland (tschechisch Jan Marek Marci) (1595 - 1667) am Höhepunkt, nach ihm ist nicht nur der Hauptplatz von Landskron (Lanškroun), sondern auch einen Krater auf der Kehrseite des Mondes benannt. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Landskron zum Sitz der Bezirkshauptmannschaft und des Bezirksgerichtes und bis 1960 blieb es eine Bezirksstadt.

 Historisches Foto.Nach 1990 erlebte die Stadt den Wiederaufbau und Aufschwung. Neben dem umfangreichen Wohnungsbau und Industriebau dokumentieren die Stadtentwicklung von Landskron (Lanškroun) die neuen Straßen und Plätze. Im Zentrum wurde das Renaissance-Rathaus repariert, der Hauptplatz J. M. Marků rekonstruiert, der Al. Jirásek Platz neu gestaltet und im Areal der ehemaligen Fürstenbrauerei der Brauerei-Platz gebaut. Es entstanden auch die Sporthalle und der Winter- oder Leichtathletik-Stadion.

Die Bilderdokumentation stellte das Stadtmuseum Landskron (Lanškroun) zur Verfügung.